1431

30. Mai: Jeanne d'Arc hingerichtet
Jeanne d'Arc, auch bekannt als Johanna von Orleans wird in Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Durch Verrat war Johanna in die Gefangenschaft der Burgunder geraten und für 10.000 Franken an die Engländer verkauft worden. In einem Inquisitionsprozess wurde sie der Hexerei, Handelns wider die Natur (kurzer Haarschnitt und Tragen von Männerkleidung), der Gotteslästerung, des unerlaubten Führens eines Banners und weiteren Verbrechen für schuldig befunden worden und zum Tod verurteilt worden. (Hundertjähriger Krieg (1337-1453))

Anfang Juli: 5. Kreuzzug gegen die Hussiten beginnt
Im Raum Furth im Wald/Cham sammelt sich das deutsche Heer zum 5. Kreuzzug gegen die Hussiten. (Hussitenkriege (1419-1436))

23.07.: Konzil zu Basel beginnt
In Basel beginnt das 17. Konzil. Papst Eugen IV. und die Anwesenden behandeln folgende Probleme: Überwindung des Hussitentums, allgemeine Kirchenreform und Frieden unter den christlichen Fürsten.

14.08.: Schlacht von Taus
Bei Taus schlagen die Hussiten das deutsche Heer in die Flucht. Eine Schlacht im eigentlichen Sinne hat es nicht gegeben. Beim Anmarsch der hussitischen Truppen waren sich die deutschen Heerführer uneins und das Heer geriet in Unordnung, welche sich zur wilden Flucht steigerte. Die Hussiten verfolgten die Flüchtenden auf dem ganzen Rückweg nach Bayern. Der päpstliche Legat Kardinal Julian Cesarini verlor auf der Flucht seinen Hut und die Goldene Bulle des Papstes. (Hussitenkriege (1419-1436))

1433

31. Mai: Sigismund zum Kaiser gekrönt
Papst Eugen IV. krönt in Rom Sigismund, König von Deutschland, Ungarn und Böhmen zum Kaiser.


Bild: Zeitgenössisches Gemälde von Kaiser Sigismund, böhmischer Maler, Kunsthistorisches Museum Wien (® Public Domain)


1434

30. Mai: Schlacht von Lipan
Die Streitigkeiten innerhalb der Hussiten haben sich zu einem wahren Bürgerkrieg ausgeweitet. Die liberalen Utraquisten, hauptsächlich niederer böhmischer Adel und das Bürgertum, kommen zu einem Ausgleich mit den kaiserlichen Katholiken und verbünden sich mit diesen gegen die radikalen Taboriten und Orebiten, welche sich hauptsächlich aus dem armen Landvolk rekrutieren. In der Schlacht von Lipan werden die Taboriten und Orebiten schließlich fast vernichtet. Ihre Anführer Prokop der Ältere und Prokop der Jüngere fallen. (Hussitenkriege (1419-1436))

1435

21. September: Burgund verbündet sich mit Frankreich
Burgund und Frankreich legen ihre langjährigen Zwistigkeiten bei und schließen den Vertrag von Arras. Hauptinhalt des Vertrag ist der Verzicht der französischen Krone auf die Lehenspflicht Burgunds. Im Gegenzug erkennt Burgund den Thronanspruch von Karl VII. an. An den Verhandlungen nahmen ursprünglich auch englische Gesandte teil. Diese waren davon ausgegangen über einen Frieden zwischen England und Frankreich zu verhandeln. Da die englische Seite nicht von ihrem Anspruch auf den Thron Frankreichs abwich scheiterten die Verhandlungen. Mitte September mußten die Engländer dann feststellen, dass ihr Verbündeter die Seiten gewechselt hatte. (Hundertjähriger Krieg (1337-1453))

12. Oktober: Straubing - Agnes Bernauer ertränkt
Die nicht standesgemäße Gattin von Herzog Albrecht III. von Bayern-München wird in der Donau ertränkt.

1436

16. August: Kaiser Sigismund erklärt Hussitenkriege für beendet
Durch eine einseitige Erklärung von Kaiser Sigismund finden die Hussitenkriege ein offizielles Ende. Der Kaiser hat einen Ausgleich mit den liberalen Utraquisten gefunden, ihnen einige Freiheit zugesichert (u.a. erhebt er die Hussitenhochburg Tabor zur kaiserlichen Stadt) und sichert somit seinen Thron in Böhmen. (Hussitenkriege (1419-1436))

1437

18. September: Konzil von Basel endet
Das Konzil in Basel spaltet sich auf. Die Delegierten konnten sich nicht auf den Ort eines Vereinigungskonzils mit der griechisch-orthodoxen Kirche einigen. An diesem Streit zerbrach die Konzilsgemeinschaft in zwei Teile: Papst Eugen IV. reist ab und tagt mit seinen Anhängern in Ferrara weiter, die papstfeindliche Mehrheit tagt in Basel weiter.

09. Dezember: Kaiser Sigismund stirbt

1438

18. März: Albrecht II. von Österreich neuer deutscher König
Herzog Albrecht IV. von Österreich wird in Frankfurt einstimmig zum neuen deutschen König gewählt.

1439

27. Oktober: König Albrecht II. stirbt
Der deutsche König Albrecht II. stirbt während eines Feldzuges bei Komaron in Ungarn

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